Tägliche Ermutigung | 25.05.2020

Von Christian Schäffler | 25 Mai, 2020

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“Meine Urform sahen deine Augen. Und in dein Buch waren sie alle eingeschrieben, die Tage, die gebildet wurden, als noch keiner von ihnen da war. Für mich aber – wie schwer sind deine Gedanken, Gott! Wie gewaltig sind ihre Summen!”

Psalm 139,16-17

Guten Morgen Immanuel-Gemeinde und Freunde!

Noch vor hundert Jahren und früher wusste man zwar, dass ein Mensch im Leibe seiner Mutter gebildet wurde, aber man hatte keinen Einblick. Später hat man dann durch Endoskope und Sonografie Bilder davon bekommen, wie ein Embryo und ein heranwachsendes Baby im Mutterleib aussieht. Bestimmt habt ihr alle schon einmal solche Bilder gesehen. Gott braucht diese technischen Geräte nicht. Er kann auch so in den Mutterleib hineinschauen und er hat dich und mich schon dort gesehen. Er hat unsere “Urform” gesehen. Er kennt uns durch und durch – jede einzelne Zelle und jedes Gen. Nichts ist vor ihm verborgen.

In dem oben genannten Psalm heißt es, dass alle Tage unseres Lebens in Gottes Buch eingeschrieben wurden, bevor wir geboren wurden. Ich versteh darunter, dass Gott einen guten Plan für unser Leben hat, noch bevor wir geboren werden. Er hat sich ganz viele Gedanken über dein und mein Leben gemacht. Er hat einen Traum für unser Leben. Und wenn das wahr ist für die Zeit vor unserer Geburt, dann stimmt das auch für jetzt. Gott macht sich auch heute Gedanken über dein und mein Leben. Du und ich – wir sind Gott echt wichtig.

Was für Gedanken macht Gott sich wohl über uns? Vielleicht denkt er:

  • Ja, ich hab gute Gedanken über ihn, aber wird er in seinem Leben auch an mich denken?
  • Ja, ich hab ihm das Leben geschenkt, aber wird er mir dafür dankbar sein?
  • Was wird er aus seinem Leben machen? Wird er Gutes oder Böses tun?
  • Wird er sich seinem Herrn und Gott zuwenden oder wird er ihn verwerfen?

Für mich ist das keine Bedrohung, sondern ein Trost, zu wissen, dass Gott mich durch und durch kennt. Ich bin zu tiefst berührt, wenn ich darüber nachdenke, dass sich der allmächtige Gott, der Schöpfer des Universums Gedanken über mich macht. Es gibt mir Zuversicht und Hoffnung, wenn ich lese, dass er an mich denkt – dass er mich nicht vergessen hat.

Und das wünsche ich auch euch, liebe Leser, dass ihr allezeit wisst, dass Gott an euch denkt. Er hat dich auf dem Schirm, auch wenn du dich allein und verlassen fühlst. Auch wenn du ihn gerade nicht spürst, ist er da für dich.

Sprich ihm neu dein Vertrauen aus und leg dein Leben wieder neu in seine Hände.

Herzliche Grüße
Christian

Unser Gebetsfokus heute:

  • Lasst uns für die Menschen beten, die diese Hoffnung und Zuversicht, dass Gott an uns denkt und bei uns ist, nicht haben oder verloren haben, dass sie darüber eine Offenbarung und Gewissheit bekommen, dass Gott sie liebt und nicht vergessen hat. Vielleicht gibt es da auch konkrete Personen in eurem Umfeld.
  • Eine Gruppe von Menschen, die auch durch eine schwere Krise geht, sind Frauen, die ungewollt schwanger sind. Das ist für sie oft ein schwerer Konflikt und eine große Not. Lasst uns für sie beten, dass sie die Kraft bekommen, konkrete Hilfe und Ermutigung finden, um sich für ihr Ungeborenes zu entscheiden. Dass sie erkennen, welch wertvollen Schatz sie in ihrem Schoß tragen. Jedes ungeborene Kind ist kostbar und fehlt, wenn es das Licht der Welt nicht erblicken darf.

Heute schon gelacht?

“Mama, ist es wahr, dass, wenn ein Mensch stirbt, dass er dann zu Staub wird?” – “Ja, das stimmt.” – “Mama, ich glaub unter meinem Bett ist einer gestorben…”