Tägliche Ermutigung | 13.05.2020

Von Jürgen Fredrich | 13 Mai, 2020

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“Nachdem sie an diesem Morgen miteinander gegessen hatten, fragte Jesus Simon: Simon, Sohn von Johannes, liebst du mich mehr als die anderen hier?Ja, Herr, antwortete ihm Petrus, du weißt, dass ich dich lieb habe.Dann sorge für meine Lämmer, sagte Jesus. Jesus wiederholte seine Frage: Simon, Sohn von Johannes, liebst du mich?Ja, Herr, du weißt doch, dass ich dich lieb habe, antwortete Petrus noch einmal. Da sagte Jesus zu ihm: Dann hüte meine Schafe! Und ein drittes Mal fragte Jesus: Simon, Sohn von Johannes, hast du mich wirklich lieb? Jetzt wurde Petrus traurig, weil Jesus ihm nun zum dritten Mal diese Frage stellte. Deshalb antwortete er: Herr, du weißt alles. Du weißt doch auch, wie sehr ich dich lieb habe! Darauf sagte Jesus: Dann sorge für meine Schafe!

Johannes 21,15-17

Guten Morgen Immanuel-Gemeinde und Freunde!

Diese Begegnung von Jesus mit Petrus ist es wert, dass wir sie noch einmal anschauen. Warum stellt Jesus dem Petrus 3x diese Frage: Liebst du mich? Will er ihn verunsichern? Will er ihm vielleicht auf diese Weise doch noch einmal sein Versagen unter die Nase reiben? Oder ist es gar ein Hinterfragen?

Ich glaube, dass Jesus wusste, wie tief Petrus nach seiner Verleugnung von Jesus in Selbstzweifel fiel. Selbstzweifel stellte ihm Fragen wie: Was kann Jesus mit mir anfangen? Kann ER mich überhaupt noch gebrauchen, nachdem ich ihn so enttäuscht habe? Waren die 3 Jahre mit Jesus wirklich nur so ein spiritueller Spleen, wie meine Freunde es immer gesagt hatten? War das Kommen von Gottes Reich nur eine Fatamorgana? Wie geht es jetzt weiter mit meinem Leben? Zurück zum Fischen? Was kann ich schon machen? Hat mein Leben für Gott wirklich noch Bedeutung? Warum sollte ER gerade meine Gebete erhören? 1001 solch offener Fragen des Selbstzweifels schrien in Petrus nach einer Antwort. Und jetzt noch diese Frage von Jesus: Liebst du mich? Warum stellte Jesus ihm diese Frage – und das gleich 3x?

Vielleicht liegt die Antwort darauf in der Antwort von Petrus versteckt. Petrus antwortete 3x mit fast derselben Formulierung: Herr, du weißt doch, dass ich dich liebe. Herr, du weißt doch alles. Und damit hatte Petrus Recht. Jesus wusste sehr wohl, dass Petrus ihn immer noch und wieder liebte. Schließlich hat Jesus für ihn gebetet, dass sein Glaube nicht aufhört.

Der einzige, der sich noch nicht sicher war, ob er Jesus liebt, war Petrus selbst. Der Selbstzweifel hatte nach dem dramatischen Erlebnis so ziemlich allen Glauben und Sicherheit in ihm weggefressen. Ein Mensch, der sich so verhält wie du, kann doch Jesus gar nicht mehr lieben! Weißt du wirklich, dass du Jesus liebst? Angemessen liebst? Was macht dich da so sicher oder haben deine Selbstzweifel schon zu einer Selbsttäuschung geführt?

Jesus aber schaffte es mit seinem hartnäckigen, wiederholten fragen in Petrus eine neue innere Gewissheit hervorzubringen. Seine Fragen brachten eine neue Sicherheit in Petrus zurück. Petrus wusste nach diesem Gespräch: Ja, ich weiß, dass ich meinen Herrn über alles liebe. Und ER weiß es auch.

Mein Rat an uns: lass zu, dass Jesus dir Fragen stellt. ER tut es nie mit der Absicht, dich zu hinterfragen und zu verunsichern, sondern hat immer deine Wiederherstellung im Blick. Achte mal auf die Fragen des Selbstzweifels, die dir tagtäglich durch den Kopf ziehen. Erkenne und benenne sie und schreib sie auf. Selbstzweifel sind eine beliebte und zerstörerische Waffe des Teufels, die er sogar bei Jesus anwandte: Wenn du Gottes Sohn bist, dann… Selbstzweifel klingen meist sehr demütig, sind aber meist destruktiv und wirken lähmend. Entmülle mal deine Seele von all den Überresten des Selbstzweifels. Am besten schreibst du dir die Fragen oder Aussagen deines Selbstzweifels von der Seele und bringst sie Jesus.

Liebst du Jesus? Wie befreiend ist es, wenn man diese Frage laut, klar, eindeutig beantworten kann: Ja Herr, ich liebe dich! Du weißt es und ich weiß es auch.

Seid gesegnet!
Euer Jürgen

Unser Gebetsfokus heute:

  • Lasst uns für die politischen Entscheidungsträger in unserem Land beten – und all den Kräften und Mächten, die dabei sind, unser Land zu zerstören, entgegentreten. Stopp im Namen Jesu!
  • Unser Land braucht Umkehr zu Gottes Willen – die Gemeinde Jesu muss umkehren in ihre eigentliche Berufung: wir sollen nicht Freund der Welt sein, denn damit machen wir uns zum Feind Gottes. Herr, schenke uns dazu bitte noch einmal einen Raum, damit wir umkehren können.

Heute schon gelacht?

Eine Mutter will 10 Äpfel an ihre 6 Kinder verteilen. Wie macht sie das? – Sie macht Apfelmus!