Tägliche Ermutigung | 11.05.2020

Von Christian Schäffler | 11 Mai, 2020

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“Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich in ihrer Mitte.”

Matthäus 18,20

Guten Morgen Immanuel-Gemeinde und Freunde!

Am kommenden Sonntag, den 17. Mai, beginnen wir wieder mit unseren Gottesdiensten. Nach 9 Wochen wieder ein gemeinsamer Gottesdienst in unserem Gemeindezentrum. Das war echt eine lange Pause.

Als wir uns in der Gemeindeleitung darüber Gedanken machten, wann wir wieder mit Gottesdiensten beginnen wollen und ich von den massiven Auflagen erfuhr, unter denen man wieder Gottesdienst feiern kann, ist mir echt die Lust vergangen. Ich hab mir gedacht: “Ne, unter diesen Umständen hab ich echt keine Lust auf Gottesdienst. Das hab ich mir wirklich anders vorgestellt. Das ist doch kein Gottesdienst, wie ich das gewohnt bin und wie mir das gefällt. Ups – an diesem Punkt hat der Herr mich erwischt und überführt… Äh, wie heißt das Ding nochmal: Gottesdienst? Aber das heißt doch eigentlich, dass es da gar nicht so sehr darum geht, dass das mir gefällt, sondern dass es Gott gefällt, oder? Wir dienen Gott! Da geht es doch in erster Linie um ihn. Wir treffen uns um seinetwillen.

Frank Lieser, der Pastor von der Gemeinde in Isny, hat uns vor ein paar Monaten erklärt, dass bei dem oben genannten Vers “in meinen Namen versammelt” auch “zu meinem Namen hin versammelt” bedeutet. Das verstehe ich so, dass wir uns, wenn wir zusammenkommen uns nicht nur in dem Namen Jesu versammeln, sondern, dass wir uns um den Namen Jesus herum versammeln. Ich stell mir das so vor, dass Jesus dann so richtig in unserer Mitte ist. Und wenn Jesus mitten unter uns ist, dann ist nichts mehr unmöglich. Dann wird alles gut!

Jesus kommt und lehrt uns, er zeigt uns den Weg. Er heilt, befreit und tröstet uns. Er stellt wieder her und rüstet uns aus mit Kraft. Das und vieles mehr ist möglich, wenn Jesus in unserer Mitte ist.

Ich persönlich habe mich entschieden, mich nicht von Maskenpflicht und Abstandsregeln abhalten zu lassen, in den Gottesdienst zu gehen. Ich komme nächsten Sonntag mit großen Erwartungen. Auch wenn mir die Umstände nicht gefallen, wir da gewissermaßen “in den sauren Apfel beißen müssen” und einen großen Aufwand in Kauf nehmen, so will ich es doch für Jesus tun.

Dennoch habe ich auch Verständnis für jeden, der sagt “ne, das ist mir noch zu früh und ich möchte das so nicht.” Das ist voll in Ordnung. Jesus kann und wird uns auch zu Hause begegnen, sofern wir das wünschen und ihn von Herzen suchen.

Habt alle einen gesegneten Tag! Christian

Unser Gebetsfokus heute:

  • Für uns als Gemeinde, dass wir neu Hunger danach haben, Jesus in unserer Mitte zu haben und ihm zu begegnen, dass wir neu glauben, dass nichts unmöglich ist, wenn er da ist.
  • Dass wir das Reich Gottes nicht aus dem Fokus verlieren. Unser Gebet muss nach wie vor sein: Herr, dein Reich komme… Jesus hat mit seinen Jüngern zwischen Auferstehung und Himmelfahrt über die Dinge gesprochen, die das Reich Gottes betreffen (siehe Apostelgeschichte 1,3).
  • Gott heilt übernatürlich und er gebraucht Medizin. Lasst uns dafür beten, dass es bald gute Medikamente gegen Corona gibt.

Heute schon gelacht?

Mendel und Esther hatten einen Ehestreit und wenden sich ratsuchend an ihren Rabbi. Mendels Gesicht ist ganz zerkratzt.

Der Rabbi zu Esther: “Esther, weißt du nicht, dass der Mann das Haupt der Familie ist?” – Esther kontert angriffslustig: “Aber man wird sich doch mal am Kopf kratzen dürfen, oder?”