Tägliche Ermutigung | 06.05.2020

Von Jürgen Fredrich | 6 Mai, 2020

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Liebe Immanuel-Gemeinde,

wisst ihr noch, was am 02.05. unser Thema war? Richtig – Gott kann… über Bitten und Verstehen hinaus, Dinge tun, die unsere Vorstellungskraft sprengen. Die Geschichte von Pastor Chito Aguilar aus Mexiko, die in der Mai-Ausgabe von Open Doors zu lesen ist, unterstreicht diese Wahrheit eindrucksvoll:

Chito war seit seiner Jugend ein entschiedener Atheist, ein kommunistischer Terrorist mit einer schmutzigen kriminellen Karriere. Aber er wurde durch seine Ehefrau ein Nachfolger Jesu und begann zusammen mit ihr, den Bedürftigen in seiner Stadt zu dienen: den Kindern, Müttern, Alleinerziehenden, Prostituierten. Sie kümmerten sich liebevoll und hingebungsvoll um deren Kinder, brachten ihnen Lesen und Schreiben bei und begannen mit Bibelunterricht. Durch diesen Einfluss wurden viele Kinder und Jugendliche davor bewahrt, Straftäter oder drogenabhänigig zu werden. “Wir zeigen diesen Menschen die Liebe Christi und so haben wir es geschafft, unser Umfeld positiv zu beeinflussen,” so Chito.

An seinem jetzigen Wirkungsort, einer Grenzstadt zu den USA, wurden Chito mit seiner Familie und Gemeinde schon mehrmals von organisierten Verbrecherbanden bedroht und eingeschüchtert. Chito berichtet: “Während wir beteten, kam ein Bandenführer, der dem organisierten Verbrechen angehört, um uns zu erpressen. Er fragte mich: Bist der der Pastor? Ich sagte: Ja, ich bin der Pastor. Er sagte: wir brauchen bis Montag zehntausend Pesos. Diese Summe werden wir in Zukunft jeden Montag hier abholen. Und ich fragte ihn: Wer bist du? Er antwortete: ich bin von den Aztecas, das ist eine kriminelle Gruppe in der Stadt. Und ich sagte ihm: Sag deinem Chef, er soll persönlich zu mir kommen. Wir unterstützen keine Kriminalität. Er sagte: wenn du nicht zahlst, zünden wir deine Kirche an. Trotz dieser Drohung geschah lange nichts. Dann, vier bis fünf Monate später, sah Chito den Mann in einem Auto mit vier anderen Männern vorfahren. Ich betete: Herr, schütze mein Leben. Lass hier geschehen, was du willst. Dann ging ich zu ihnen und fragte ihn: Was willst du? Ganz ruhig, sagte er, ich habe eine Nachricht von meinem Chef. Und welche Nachricht? Keine Sorge, ihr müsst nicht zahlen. Warum müssen wir nicht zahlen? Wir waren schon drei oder viermal da, um eure Kirche in Brand zu setzen. Und jedes Mal sind uns große, starke, weiße Männer begegnet, mit riesigen, uns unbekannten Waffen – als wir sie gesehen haben, sind wir abgehauen. Chito ist überzeugt, dass diese bewaffneten Männer Engel waren, die Gott gesandt hatte, um die Gemeinde zu schützen.”

Es lohnt sich, die Mai-Ausgabe von Open Doors zu lesen und für die dort genannten Christen in schwierigen Situationen zu beten.

Gott kann auch im 21. Jahrhundert noch Wunder tun. Gott kann auch durch eine scheinbar unauffällige kleine Kirche, Großes bewirken. Gott kann auch kriminellen Verbrecherbanden Grenzen aufzeigen. Gott kann seine Größe und Stärke durch mutige, hingegebene Nachfolger Jesu zeigen. Gott kann das, was ER in Mexiko schafft, auch hier in Deutschland tun. ER braucht nur solche Chito’s.

Meint ihr, ER findet welche – auch unter uns?

Euer Jürgen

Unser Gebetsfokus heute:

  • Dass die von der Politik angekündigten Lockerungs-Maßnahmen in den nächsten Tagen nicht zu steigenden Zahlen von Infizierten führt.
  • Dass sich die Covid19-Situation in unserem Land stabilisiert und unser Land in allen Bereichen wieder aufatmen kann.
  • Für die Verantwortlichen für den ersten hebräisch-sprachigen messianischen Kabelkanal in Israel. Sie stehen seit gestern in den Schlagzeilen in den israelischen Medien, weil sie sich öffentlich zu Jeshua bekennen. Das gefällt vielen Gegnern des Evangeliums nicht. Betet, dass es den Feinden des Evangeliums nicht gelingt, diesen Kabelkanal abzuschalten und dass die Stimme der messianischen Juden weiterhin und noch viel deutlicher im Land gehört wird. Segnet Israel mit der Erkenntnis, wer Jesus wirklich ist.

Heute schon gelacht?

“Du, Papa, …” – “Während des Essens spricht man nicht!”. Nach dem Essen sagt der Vater: “So, jetzt kannst du es mir sagen!” – “Nicht mehr nötig, die Schnecke im Salat hast Du schon mitgegessen.