Tägliche Ermutigung | 04.05.2020

Von Christian Schäffler | 4 Mai, 2020

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“Dieser ist mein geliebter Sohn an dem ich Wohlgefallen gefunden habe. Ihn hört!

Matthäus 17, 5

Liebe Immanuel-Gemeinde, liebe Freunde,

wie Jürgen schon in seiner Predigt sagte, wollen wir uns in diesen Tagen mit der Person Jesus beschäftigen. In den letzten beiden Predigten ging es um die Wiederkunft Jesu. Ich möchte heute der Frage nachgehen: Wer war Jesus? Natürlich kann man diese Frage im Rahmen des Ermutigungsmails nicht erschöpfend behandeln, trotzdem möchte ich gerne ein paar Gedanken dazu mit euch teilen. Die Muslime begehen ja gerade ihren Fastenmonat Ramadan. Mirjam und ich beten täglich für sie und benutzen dazu die Gebetsvorschläge des Büchleins 30 Tage Gebet für die muslimische Welt. Grundsätzlich finde ich das ein sehr gutes Heft, weil man viel über Menschen und Kulturen in anderen Ländern erfährt. Ein Gebetsanliegen hat mich allerdings letztens gestört. Man sollte dafür beten, dass die Muslime verstehen, dass Jesus “ein wichtiger Prophet” ist. Das geht aus meiner Sicht gar nicht. Muslime und alle Menschen müssen nicht verstehen, dass Jesus ein wichtiger Prophet ist, sondern sie müssen verstehen, dass er “der Prophet” ist.

Was meine ich damit? Wir wissen, dass Jesus mehr ist, als ein Prophet. Er ist der Sohn Gottes und unser Erlöser. Und dennoch wird Jesus auch als “der Prophet” bezeichnet. Jesus ist der größte und auch der letzte Prophet! Er ist “der Prophet” schlechthin. Als Jesus sich einmal vor seinen Feinden verteidigt, sagt er, dass Moses über ihn geschrieben hat (Johannes 5, 46) und auch die Volksmenge, die ihn bei der Speisung der Fünftausend erlebt hat, erkennt:

“Dieser ist wahrhaftig “der Prophet”, der in die Welt kommen soll.”

Johannes 6, 14; Johannes 7, 40

Interessant: Als Johannes der Täufer gefragt wird: Bist du “der Prophet”? Antwortet er ganz klar mit: Nein! (Johannes 1, 21) Offensichtlich gab es im Volk Gottes die Erwartung, dass eines Tages “der Prophet” kommen würde. “Der Prophet” bezieht sich offensichtlich auch auf die Erwartung des kommenden Messias.

Auf welches prophetische Wort von Moses bezieht sich nun die Frage nach “dem Propheten”? Die Antwort finden wir in 5. Mose 18,15:

“Einen Propheten wie mich wird dir der HERR, dein Gott, aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern, erstehen lassen. Auf ihn sollt ihr hören!

Gott selbst bestätigt bei der Verklärung Jesu (Matthäus 17, 5) den größten Propheten aller Zeiten, der gleichzeitig auch sein geliebter Sohn ist, indem er uns die Anordnung gibt, auf ihn zu hören. Wir sollen auf die Worte dieses wunderbaren Propheten hören und sie tun. Dann dürfen wir zusammen mit Simon Petrus sagen:

“Herr, zu wem sollten wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens: und wir haben geglaubt und erkannt, dass du der Heilige Gottes bist.”

Johannes 6, 68-69

Gerade in diesen Zeiten, wo so viele Stimmen auf uns einprasseln und unsere Aufmerksamkeit einfordern, ist es so wichtig für uns, auf die Worte Jesu zu hören. Diese Worte werden ein Licht auf unserem Weg sein, wo andere im Dunkeln umherirren (Psalm 119, 105).

Mein Tipp:

Nimm dir doch bewusst Zeit, in den Evangelien zu lesen und dich mit Jesus zu beschäftigen. Das Wort Gottes wird dir Trost, Kraft und Zuversicht geben.

Herzliche Grüße, Christian

Unser Gebetsfokus heute:

  • für uns Christen, dass wir uns von falschen Propheten nicht verwirren lassen, sondern auf die Stimme unseres Hirten hören, der uns auch durch dunkle Täler sicher leitet.
  • für die politisch Verantwortlichen, dass sie Weisheit haben bei ihren Entscheidungen und auf die richtigen Ratgeber hören.

Heute schon gelacht?

Ein Ehepaar ist im Park unterwegs. Plötzlich beginnt es zu regnen. “Josef, mach doch den Schirm auf.” – “Das geht nicht, er ist doch kaputt.” – “Warum hast du ihn dann mitgenommen?” – “Konnte ich denn wissen, dass es regnet?”