Tägliche Ermutigung | 30.04.2020

Von Bärbel Fredrich | 30 April, 2020

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“Wenn dann mein Volk, über dem mein Name genannt ist, sich demütigt und sie beten und suchen mein Angesicht und wenden sich ab von ihren bösen Wegen, dann werde ich es vom Himmel her hören und ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen.”

2.Chronik 7,14

Guten Morgen, Immanuel-Gemeinde!

Ich hoffe, es geht Euch gut und Ihr macht gute Erfahrungen mit unserem guten Gott! Ich freu mich sehr darauf, wenn es soweit ist und wir uns wiedersehen – auch wenn es mit Abstand sein muss!

Heute möchte ich anknüpfen an die vorangegangenen Mails zum Thema Erweckung. Wir brauchen Erweckung. Ich brauche Erweckung. Unser Land braucht Erweckung und Heilung. Erwecken kann uns aber nur Gottes Geist – wir sind dabei völlig abhängig von IHM. Wenn ER nicht vom Himmel her eingreift, gibt es keine Erweckung. Erweckung kommt nicht “einfach so”. Wir sind es gewohnt, alles schnell zu bekommen. Heute fällt mir ein, dass ich ein neues Telefon brauche, also bestelle ich es bei Amazon und – wenn ich Glück habe – ist es am nächsten Tag da.

Auf etwas warten fällt uns schwer – auch mir. Während der Zeit des Wartens zeigt sich, wie groß unsre Entschlossenheit und unsre Sehnsucht danach tatsächlich sind. Bleibe ich dran oder gebe ich auf? Während der Zeit des Wartens zeigt sich aber auch, was tatsächlich in unserem Herz ist. Deshalb lässt Gott uns gerne manchmal warten.

“Und du sollst an den ganzen Weg denken, den der HERR, dein Gott, dich diese vierzig Jahre in der Wüste hat wandern lassen, um dich zu demütigen, um dich zu prüfen und um zu erkennen, was in deinem Herzen ist, ob du seine Gebote halten würdest oder nicht.”

5.Mose 8,2

Wie reagierst Du, wenn Dinge ausbleiben, für die Du betest? Mit Unglauben, Selbstmitleid, Murren, Trotz, Gleichgültigkeit, Bequemlichkeit, Auflehnung, Resignation…? Solche Haltungen und Reaktionen habe ich schon bei mir selbst entdecken müssen. Letztendlich kommen diese Reaktionen aus einem stolzen Herzen. Gott aber sucht demütige Herzen, die offen, formbar und verwurzelt in IHM sind. Er möchte unsere Herzen beschneiden, damit Neues wachsen kann. Wüstenzeiten, in denen wir in unseren ganz alltäglichen Bedürfnissen beschnitten werden, sollen uns dazu dienen, dass wir unser eigenes Herz und auch Gottes Herz besser kennen lernen. Wüstenzeiten bringen uns in Berührung mit unserem eigentlichen, tiefersitzenden Mangel und sind eine Chance, dass wir uns vor Gott demütigen.

Sich demütigen bedeutet: ich komme vor Gott, so wie ich bin – ganz ehrlich mit dem, wie es in meinem Leben aussieht: wo ich versagt habe, wo ich auf der Stelle trete, wo ich Sünde und sündigen Haltungen Raum gemacht habe, wo ich eben nicht christusähnlich bin… – und mit meinem ganzen Mangel, den ich eigentlich habe. Manche Dinge sind uns dabei bewusst, aber manchmal fehlt uns der Blick dafür, weil uns Stolz in Selbstbetrug geführt und unseren Blick vernebelt hat. Deshalb brauchen wir die Haltung: “Gott, bitte zeige mir mein Herz und offenbare mir die Dinge, die Dich hindern!”

Immer, wenn sich Menschen vor Gott gedemütigt haben, hat ER gehandelt (vergleiche 2. Chronik 12,7 und 3. Mose 26,41b – 42). Gott sucht demütige Herzen. Demut zieht IHN an. Stolz dagegen hält Ihn ab. Erweckung kann und wird sich nur dann ereignen, wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sind. Eine wichtige Voraussetzung ist eine demütige Haltung vor Gott. Sich demütigen kostet Mut und braucht die Bereitschaft zur Veränderung. Allerdings hat es eine große Verheißung: Wenn wir als Volk Gottes uns demütigen, kann Gott Heilung in unser Land bringen. Unser Land braucht Heilung – nicht nur von Corona, aber auch Corona muss IHM gehorchen.

Gott hat Gutes für uns vorbereitet – das hat ER immer wieder gesagt. Es liegt an uns, die richtigen Bedingungen zu schaffen. Bist Du dabei? Dann nimm Dir doch heute Zeit, um Gott ganz ehrlich das zu bringen, was in Deinem Herz ist und bei IHM Vergebung und Freisetzung zu suchen! Sag IHM, was Du brauchst, was Dir fehlt und streck Dich nach SEINER Gnade aus, damit ER Dich neu füllen kann!

Seid gesegnet! Eure Bärbel

Unser Gebetsfokus heute:

Ich denke, es ist gut und demütig, wenn jeder heute seinen eigenen Zustand zum Gebetsthema macht.

  • Ich bete, dass Gottes Geist unter uns wirkt und sich neuen Raum schafft!

Heute schon gelacht?

Treffen sich 2 Schnecken an der Straße. Eine möchte rübergehen. Sagt die andere: “Vorsichtig! In einer Stunde kommt der Bus.”