Dein nächster Schritt

Von Jürgen Fredrich | 1 März, 2018

Unser Jahresmotto für 2018 ist: B.E.W.E.G.E.N. Wir wollen uns ganz neu von Jesus bewegen lassen, weil wir wissen: nur Bewegte bewegen etwas.   Wer sich sinnvoll bewegen will, muss wissen, wohin die Reise geht, wozu man aufbricht. Deshalb haben wir uns in den ersten beiden Monaten des neuen Jahres intensiv damit beschäftigt, das Zielfoto zu entdecken, das Jesus mit uns erreichen will. Wenn ihr diese Zeilen lest, ist bereits unser Vision-Statement formuliert. Wir wissen neu und frisch, was Jesus mit uns in den nächsten Jahren vorhat.

Der nächste Schritt für uns ist jetzt, dass wir gemeinsam herauszufinden, wie wir dort hinkommen, wo Jesus mit uns hin will. ER wird uns nicht einfach übernatürlich dorthin beamen. Uns steht auch kein übernatürliches Beförderungsband zur Verfügung, wie wir es von großen Flughäfen kennen: du stellst dich einfach auf das Band, und ohne Anstrengung transportiert es dich vorwärts. Es ist eine Sache, von der “Goldmedaille” zu träumen, aber wenn der Traum Wirklichkeit werden soll, müssen wir den Weg dorthin kennen und dann Schritt für Schritt gehen. Jeden Tag einen Schritt weiter, so lange, bis wir am Ziel sind. In dieser Sache können wir wahrlich viel von Sportlern lernen.

Auch wir werden Gottes Ziele mit uns nur erreichen, wenn wir bereit sind, Schritt für Schritt mit IHM weiterzugehen. Ein Schritt nach dem anderen, und jeder Schritt zählt, jeder Schritt ist wichtig. Denn jeder Schritt hat gewisse Konsequenzen. Ein richtiger Schritt bringt uns weiter, ein falscher Schritt bringt uns schnell ab vom Kurs oder wirft uns zurück. Es gilt also, die richtigen Schritte zu gehen.   Eine Weisheit sagt: “Die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt.“ – das trifft genau den Punkt. Der erste Schritt wird immer sein: AUFSTEHEN - äußerlich oder im Herzen. Wenn wir wirklich begreifen, dass es in unserem Leben um wahrlich mehr geht, als “nur” um Geld zu verdienen, beruflich weiterzukommen und Lebensstandard abzusichern, dann haben wir allen Grund, aufzustehen. Wenn wir verstehen und begreifen, dass Gott uns für viel mehr geschaffen und errettet hat, haben wir die besten Voraussetzungen, uns von Jesus bewegen zu lassen. Du hast die Wahl: du kannst ein bequemes, angepasstes, selbstzufriedenes Leben führen, so weitermachen wie bisher und für dich leben. Oder du entscheidest dich für ein Leben, das einen großen, bleibenden Unterschied macht, weil du es ganz Gott zur Verfügung stellst und mit IHM vorangehen willst. Dann geh deinen nächsten Schritt - und steh auf!   Unser ganzes Leben ist eine Aneinanderreihung von einzelnen Schritten. Dem ersten Schritt folgt der zweite. Jeder Schritt ist wichtig und zählt, weil er uns dem Ziel näherbringen kann. Die Bedeutung unserer Schritte war den Männern Gottes in der Bibel sehr bewusst. Hiob sagte: “Sieht er nicht meine Wege und zählt alle meine Schritte? (Hi31,4) Gott zählt tatsächlich jeden Schritt von uns - unfassbar aber wahr. David erlebte: “Du schaffst Raum meinen Schritten unter mir…” (Ps18,37) Unser Gott verschafft dir so viel Raum, damit du mindestens deinen nächsten Schritt gehen kannst. Aber das Allerwichtigste ist, dass wir Gottes Weisung im Herzen tragen, dass wir Gottes Reden hören, bevor wir den nächsten Schritt setzen. “Die Weisung seines Gottes ist in seinem Herzen, seine Schritte werden nicht wanken.” (Ps37,31) „Einen Schritt gehen“ ist eigentlich ein gutes Bild dafür, eine Entscheidung, zu treffen.   Wir alle kennen doch die Lebenssituationen, in denen wir nicht (mehr) wissen, in welche Richtung wir gehen sollen. Jeder Gedanke zeigt in eine andere Richtung. Wähle ich jetzt den einfacheren oder den herausfordernden Weg? Wähle ich den sicheren Weg, oder gehe ich ein Risiko ein?

In solchen Situationen bin ich sehr dankbar, dass ich den fragen kann, der immer den Überblick und Durchblick in meinem Leben hat. ER weiß, welcher Weg zum Ziel führt. ER weiß, welcher Weg für mich der beste ist. Schon oft hat mich Sein einfaches Reden freigesetzt und in Bewegung versetzt, wenn ich mal wieder gedanklich oder emotional festgefahren war. Wenn ER redet, kann ich mutig weitergehen. David hat es so ausgedrückt: “Vom HERRN her werden eines Mannes Schritte gefestigt, und seinen Weg hat er gern.” (Ps37,23)

Ein Wort oder eine Weisung aus dem Munde Gottes macht unsere Schritte fest, sicher, entschlossen. Dann ist da kein Platz mehr für Zögern, Zaudern oder Zweifel. Überhaupt liebt der Teufel diese drei Z-Wörter ungemein, weil er damit jede kleine Bewegung verhindern oder wieder zum Stoppen bringen kann. Dieses Zögern, Zaudern oder Zweifeln entsteht in unserem Herzen meist dadurch, wenn wir den subtilen Lügen des Feindes unseren Glauben schenken und ihnen nichts entgegensetzen. Ich will dir mal so ein paar ausgeklügelte Lügen des Feindes nennen:   * Mit dir kann Jesus ohnehin nichts mehr anfangen, schmink dir das ab! * für dich ist es eh` zu spät - du brauchst gar nicht mehr nach deiner Bestimmung fragen! * Du bist nicht gut oder klug genug, um von Gott gebraucht zu werden. * Glaub doch bloß nicht, dass Jesus wegen dir etwas Unmögliches möglich macht! * Du meinst doch nicht wirklich, dass das ein Traum von Gott ist - back kleine Brötchen!   Vielleicht ist dein nächster Schritt, dass du damit anfängst, solche Lügen aus deiner Gedankenwelt und deinen Emotionen auszumisten. Sei dir im Klaren: der Feind unternimmt alles, damit in deinem Leben keine Bewegung entsteht. Dafür sind ihm alle Mittel recht. Durchschau seine Strategie und entferne jede Lüge in deinem Innern, die dir der Heilige Geist bewusst macht!   Nachfolge Jesu ist kein Sprint - sie gleicht einem Marathon. Der Weg zum Ziel ist lang und nicht immer einfach und bequem. Vielen geht unterwegs die Puste aus, weil sie sich im Laufe ihres Christseins zu einem geistlichen Einzelkämpfer entwickelt haben. Meist als Schutz-Maßnahme, um nicht wieder von Menschen enttäuscht oder verletzt zu werden. Außerdem scheint man alleine viel schneller voran zu kommen. Wie recht hat doch das afrikanische Sprichwort:  ”Wenn du schnell gehen möchtest, geh allein. Wenn du weit gehen möchtest, geh mit anderen.” Weil der Weg weit ist, brauchen wir gute Wegbegleiter. So können wir uns gegenseitig ermutigen und unterstützen, füreinander da sein und die Lasten miteinander teilen. Vielleicht ist deshalb dein nächster Schritt, wieder ganz bewusst und gezielt gute Wegbegleiter zu suchen, oder dir eine Kleingruppe zu suchen, damit du nicht länger so auf dich allein gestellt bist. So kann niemand auf Dauer seine gottgegebene Bestimmung leben.

Wenn du auf der Suche nach Wahrheit, auf der Suche nach Gott bist, dann ist für dich vielleicht der nächste Schritt, Gott persönlich kennenzulernen und IHM dein Leben anzuvertrauen. Vielleicht bist schon seit Jahren ein treuer Gottesdienst-Besucher in der Immanuel-Gemeinde. Du hast Jesus kennen und lieben gelernt, aber irgendwie kommst du nicht weiter. Dann ist dein nächster Schritt vielleicht, dass du IHM dein Leben ganz zur Verfügung stellst, dich taufen lässt und deinen Platz in der Gemeinde einnimmst.   Vielleicht gehörst du schon seit Jahren zur Immanuel-Gemeinde. Du genießt all das Gute, was da angeboten wird, aber deine Talente und Gaben liegen ungenutzt brach. Deine Zeit, Kraft und Geld behältst du für dich. Dann ist wahrscheinlich dein nächster Schritt, dass du das, was Gott dir anvertraut hat, auch mit deinen Freunden in der Gemeinde teilst. Lass uns gemeinsam für dich den richtigen Platz finden, wo du mit Freude und Leidenschaft deinen Beitrag leisten kannst!

Wo auch immer du gerade stehst - keiner von uns ist bereits am Ziel angekommen. D.h. - jeder kann noch Schritte gehen, und wir alle sollten alles daransetzen, den nächsten Schritt herauszufinden und entschlossen zu gehen. Wer keinen Schritt wagt, kommt nicht in Bewegung. Es bleibt alles beim Alten. Deshalb wünsche ich dir viel Mut, deinen nächsten Schritt entschieden zu gehen. Sei dazu mächtig gesegnet - euer Jürgen