Mittwochsmail

Von Jürgen Fredrich | 22 November, 2017

Helft einander, eure Lasten zu tragen! Auf diese Weise werdet ihr das Gesetz erfüllen, das Christus uns gegeben hat. Gal6.2

Liebe Geschwister und Freunde,

es gibt viele Gründe, warum ich es für einen ganz großen Segen halte, zu einer Gemeinschaft wie der Immanuel-Gemeinde zu gehören. Einer davon, wird oben von Paulus genannt. Natürlich muss jeder von uns sein Leben selbst leben und meistern – mit all den großen und kleinen Herausforderungen und Kämpfen. Aber es gibt einfach Tage, da reichen die eigenen Fähigkeiten und Kräfte und der eigene Glauben nicht mehr, um das zu tragen und durchzustehen, was uns das Leben immer wieder zumutet.

Wie gut, wenn wir in solchen Lebensphasen nicht alleine sind, sondern Freunde haben, die uns nicht im Stich lassen und weglaufen, sondern zusammenrücken und mittragen. Gerade in solchen Situationen wird der unbezahlbare Segen einer Gemeinschaft, die in Jesus gegründet ist, real und erfahrbar. Keiner muss unter seinen Lasten zusammenbrechen. Einander helfen, die außergewöhnlichen Lasten zu tragen, ist genau das, was der Art Jesu entspricht. ER ist ein Meister und unser Vorbild im Wegtragen, Mittragen und Lasten abnehmen. Um nur zwei Hinweise aus der Bibel da zu nennen:

  • Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt! (Joh1.29)
  • Dabei war es unsere Krankheit, die er auf sich nahm; er erlitt die Schmerzen, die wir hätten ertragen müssen. (Jes53.4)

Gerade dann, wenn wir einander helfen, die Lasten zu tragen, werden wir nicht nur ein Segen für diese Menschen, sondern auch in uns selbst werden Veränderungen geschehen. Wenn wir einem Menschen helfen, seine Lasten zu tragen oder abzunehmen, werden wir in die Art und in das Wesen von Jesus hineinverändert. Nichts macht uns Jesus ähnlicher als diese geistliche Übung. Wie aber können wir ganz konkret einander helfen, die Lasten zu tragen?

  1. Wir können füreinander beten – die Sorgen, Ängste und Nöte gemeinsam zu Jesus tragen, bei ihm abladen.

  2. Wir können füreinander da sein und praktisches Interesse zeigen. Du kannst die Betroffenen fragen: kann ich dir irgendetwas abnehmen? Für dich einkaufen, oder deine Kinder betreuen, während du mit dem kranken Kind zum Arzt fährst? Die Wäsche bügeln oder die Wohnung putzen? Oder wir signalisieren einander – ich kenn deine Situation, ich bin da für dich – bitte melde dich bei mir, wenn ich dich in dieser Situation unterstützen und entlasten kann. Und dann gilt es, Wort zu halten.

  3. Wir können einander besuchen und miteinander reden – einfach auftauchen und sagen: brauchst du mich? Einander ermutigen und helfen, die Zusagen Gottes wieder in Blick zu bekommen und den Glauben zu stärken.

Eins jedenfalls steht fest: Lasten tagen geht nicht theoretisch – das muss konkret gelebt und gezeigt werden. Ich möchte euch ganz neu für ein solches Miteinander gewinnen. Gerade in diesen Tagen gibt es einige unter uns, die Lastenträger brauchen. Das setzt voraus, wir reden offen über unsere Lasten und interessieren uns ehrlich für die Lasten des andern. Deshalb empfehlen wir allen, sich einer Kleingruppe anzuschließen. Dort kann genau dieser offene Austausch und das gegenseitige Lastentragen stattfinden. Wenn du noch zu keiner Kleingruppe gehörst, melde dich bei Michael Winges oder mir – Du gehörst in eine Kleingruppe.

Kriegen wir das hin? Herzlichst – euer Jürgen