Mittwochsmail

Von Jürgen Fredrich | 29 September, 2017

Also gibt es jetzt keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind. Rö 8.1

Liebe Geschwister und Freunde,

in diesem kurzen Satz steckt das ganze Evangelium. Das ist eine so befreiende, heilsame und frohmachende Botschaft, eben eine Gute Nachricht, die das Leben eines Menschen von grundauf verändern und erneuern kann.

Wir wissen, dass wir nicht vollkommen sind – vor und nach unserer Bekehrung nicht. Auch als Nachfolger Jesu machen wir Fehler, bleiben unserem Gott, anderen Menschen und manchmal auch uns selbst manches schuldig. Wir treffen falsche, schlechte Entscheidungen, suchen und handeln nicht immer nach dem Willen Gottes, usw.. Ja es gibt Defizite, Mängel, Schwächen, Versagen, Fehler und Sünde in unserem Leben. Und zu oft sind sie uns leider viel bewusster und präsenter, als die andere Wahrheit. Entweder wir verdrängen all diese Dinge, oder sie beginnen unser Lebensgefühl zu dominieren.

Solche Momente versucht unser Feind, der Ankläger der Brüder, Satan - schonungslos für sich auszuschlachten. Es gab in meinem Leben eine Phase, wo mich dieser Ankläger der Brüder, fast jeden Tag mit Schuldgefühlen überschüttete und mit seinen perfiden Lügen kommentierte: „mit dir kann Jesus nichts mehr anfangen. Glaub doch bloß nicht, dass Jesus noch für dich ist, schau dich doch an.“ Mein Herz war unruhig, aufgewühlt und glaubte diesen Lügen – mit dem Ergebnis: mein eigenes Herz begann, mich zu verurteilen, stellte mich als Versager dar, der für Gott keine Bedeutung mehr hat. Leute – das war nicht mehr lustig. Da bricht einem der Boden unter den Füßen weg.

Mitten in diese dunklen Gedanken, brach dann eines Tages das Licht der Gnade und Wahrheit Gottes durch den o.g. Bibelvers in mein Leben hinein: „es gibt auch für dich keine Verdammnis mehr, weil du mit Jesus verbunden bist.“ Das steht fest – das ist die Wahrheit – so sieht und behandelt mich der ewige Gott. Das macht sicher. Das ist eine Freude, die von innen kommt und uns niemand mehr rauben kann.

So geht der Vater im Himmel mit seinen unvollkommenen Kindern um. Er klagt nicht an – ER zieht sich nicht von uns zurück –ER entzieht uns nicht seine Liebe – ER schmollt und schweigt uns nicht an.

ER sagt aber auch nicht: alles o.k. – halb so schlimm – ich bin kein Erbsenzähler – heute drück ich mal ein, wenn nötig auch beide Augen zu. ER verharmlost unser Fehlverhalten nicht, redet nichts schön und überlässt uns nicht uns selbst. Vielmehr macht ER uns auf die Dinge aufmerksam, die IHM nicht gefallen und uns schaden. ER öffnet uns dafür die Augen und lädt uns ein: komm zu mir, ich bin reich an Vergebung, ICH kann und will dir alles vergeben, ICH werde dich nicht anklagen, abschreiben und verurteilen. Es gibt keine Verdammnis mehr für dich, weil du mit Jesus verbunden bist.

Während der Teufel versucht, uns aus unseren Unvollkommenheiten und Versagen einen Strick zu drehen, kommt der Heilige Geist in unser Leben, und macht uns mit einer ganz anderen Gesinnung auf unsere Fehler, Versagen und Schuld aufmerksam und sagt dann: lass uns doch zu Jesus gehen. Dort bekenne, was zu bekennen ist, werde frei, lass los, steh auf und geh weiter – als Sohn / Tochter des Vaters im Himmel. Der Heilige Geist überführt, der Ankläger der Brüder verdammt. Der Heilige Geist macht das Licht an, der Feind versucht uns in der Dunkelheit festzuhalten. Der Heilige Geist bringt Leben, die Lügen des Feindes vergiften unsere Seele. Deshalb mein Rat: wähle das Leben – lebe mit dem Heiligen Geist und geb nie mehr der Verdammnis in deinem Leben Raum. Sie gehört nicht mehr in dein Leben, wenn dein Leben Jesus gehört. Und wenn der Ankläger oder dein eigenes Herz dich wieder versucht, dich zu verdammen – dann sag ihnen: für mich gilt diese Anklage nicht mehr, weil ich mit Jesus verbunden bin. Ich habe bekannt, mir ist vergeben – und ich bin und bleibe ein Kind des Vaters.

Gnade ist nicht: ein Auge zudrücken - sondern wenn Gott die Konsequenz für unser Verhalten oder Versagen übernimmt, und uns nicht das gibt, was wir verdient haben. Lebt in dieser Gnade – bleibt in dieser Gnade – redet von dieser Gnade! Herzlichst – euer Jürgen