Mittwochsmail

Von Jürgen Fredrich | 13 September, 2017

Freut euch im Herrn allezeit! Wiederum will ich sagen: Freut euch! Phil4.4

Liebe Geschwister und Freunde,

die lange Sommerpause ist vorbei. Und ich hoffe sehr, dass ihr alle euch eine gute, erholsame und erfrischende Auszeit nehmen konntet.

Jetzt sind wir wieder dazu aufgefordert, unseren Platz am Arbeitsplatz und in der Gemeinde einzunehmen und uns den alltäglichen Herausforderungen zu stellen, für Probleme Lösungen suchen und finden, Hindernisse überwinden, Widerstände zu durchbrechen, kurz: den guten Kampf unseres Glaubens weiter kämpfen und siegreich kämpfen. Nachfolge Jesu war noch nie ein Spaziergang auf der sonnigen Promenade oder der frommen Flaniermeile, und wird es auch nie sein.

Aber wir können jeden Tag, egal was die Umstände uns weiß machen wollen, etwas von dieser Freude des Himmels erfahren. Freude ist nicht die Abwesenheit von Problemen, Herausforderungen und Widerständen. Diese Freude, von der Paulus spricht, erfuhr er in einem römischen Gefängnis, mitten in einer Situation, wo er von Mitarbeitern im Stich gelassen wurde und manch einer von ihnen Paulus das Leben richtig schwer gemacht haben. Freut euch – war also nicht ein „billiger“ Postkarten-gruß aus dem Urlaub, sondern eine geistliche Ermutigung mitten aus schwierigen Umständen. Von Kapitel 1-4 lesen wir im Phil-Brief von der Entscheidung, die Paulus jeden Tag getroffen hat: ich werde mich freuen im Herrn und das wird mir zum Besten dienen. (1.19) Ich halte es für ein falsches, trügerisches Evangelium, wenn uns gesagt wird: Christsein sei eine leichte, einfache, spaßige und bequeme Angelegenheit. Die Wahrheit ist – der Sturm wird rauher, die Erschütterungen stärker, die Widerstände massiver, die Manipulationen trickreicher. Anstatt uns von süßlichen Versprechen einlullen zu lassen, brauchen wir eine ganz neue Bereitschaft, uns für die kommenden Krisen und Belastungen, Herausforderungen und Widerstände fit zu machen. Und Paulus verrät uns im Phil-Brief sein Geheimnis, was ihm geholfen hat, trotz der oft lebensbedrohlichen Krisen und Anfeindungen, trotz aller Widrigkeiten und schwierigen Bedingungen ein seelisch gesunder, stabiler und unbesiegbarer Mensch zu bleiben: ich freu mich im Herrn allezeit! Der erste Schritt in diese übernatürliche Freude ist Dankbarkeit. Er beginnt seinen Brief: „Ich danke meinem Gott bei jeder Erinnerung an euch allezeit und in jedem meiner Gebete.“ (1.3) Dankbarkeit ist der kürzeste Weg zu dieser Freude, von der Paulus spricht. Und diese Freude, die von innen kommt, entwickelt dann in uns eine unbesiegbare Widerstandskraft - vorausgesetzt wir pflegen dauerhaft diese Übung. Wir bleiben verletzlich, wir fallen hin – aber wir stehen wieder auf und gehen weiter. Nichts und niemand kann uns diese Freude an Jesus rauben.

Lasst uns doch in den nächsten Wochen und Monaten das miteinander einüben – egal was die Umstände sagen, egal wie unsere Tage verlaufen – wir danken dem Herrn für all das Gute in unserem Leben und finden so inmitten guter oder schwieriger Situationen zu der Freude, die uns stark macht! Diese Freude bringt eine robuste Widerstandskraft in uns hervor, eine mutige Entschlossenheit, den guten Kampf zu kämpfen. Diese Freude macht uns unbesiegbar! Und dann redet davon – teilt eure Erfahrungen mit uns in der Kleingruppe oder im Gottesdienst. Seid dazu mächtig gesegnet – euer Jürgen