Mittwochsmail

Von Jürgen Fredrich | 5 Juli, 2017

Lehrer, welches ist das wichtigste Gebot im Gesetz Gottes? Jesus antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand. Mt22.36f

Liebe Freunde und Geschwister,

ich weiß nicht, wie es euch im Alltag so ergeht und wie ihr das handhabt – aber bei mir entsteht regelmäßig ein Kampf um meine Prioritäten. Was ist in der nächsten Woche wirklich wichtig? Wo werde ich gebraucht? Was ist zu tun? Auf welche Aufgaben, Begegnungen und Gespräche muss ich mich konzentrieren? In diesem Denkprozess muss ich immer wieder zwischen den dringlichen und wichtigen Dingen unterscheiden lernen, aber auch frühzeitig erkennen, wo ich in der Gefahr stehe, mich zu verzetteln oder ablenken zu lassen. Damit mir das gelingt, notiere ich mir sonntags bei meiner Wochenplanung die Dinge, die in der kommenden Woche Priorität brauchen. Wenn ich diese Vorbereitung, aus welchen Gründen auch immer, nicht leiste, laufe ich Gefahr, mich zu verzetteln. Dann bin vielleicht richtig am Wirbeln, aber meine Ergebnisse sind sehr sehr spärlich. Für das wirklich Wichtige bleibt dann meist nicht viel Zeit und Kraft übrig, weil sie von anderen Erwartungen oder Ansprüchen aufgefressen werden. Wenn ich z.B. meinem Herrn und Freund, Jesus, nicht die beste Zeit meines Tages einräume, bekommt ER nur den Rest, der nach einem Tagewerk dann halt übrig bleibt – und das ist meist nicht viel. Das aber hat ER nicht verdient und tut unserer Beziehung auf Dauer nicht gut.

Wenn wir unseren Herrn aufrichtig nach Seinen Prioritäten für unser Leben fragen, dann wird Er uns als erstes sagen: Liebe mich - von ganzem Herzen, mit ganzer Hingabe und mit deinem ganzen Verstand. D.h. – wir geben der Beziehung und der Zeit mit IHM den Vorrang, vor allem anderen. Nur so entsteht ein Miteinander und nur so bleibt es uns erhalten und vertieft sich. Wie schnell sich ein liebevolles Miteinander zu einem faden Nebeneinander entwickeln kann, kennen wir ja aus unserem Ehe-Alltag. Ehepaare sind gut beraten, dafür zu sorgen, dass sie sich ein lebendiges Miteinander erwerben und erhalten. Das braucht Zeit, das braucht ein aktives Zuhören und ein offenes Gespräch, das braucht unsere ganze Aufmerksamkeit. In den letzten Monaten habe ich es in meiner Zeit mit Jesus eingeübt, mit einem Zettel neben meiner Bibel auf Jesus zu hören und die Impulse von IHM aufzuschreiben. Der Gewinn und die Ausbeute von diesem achtvollen Umgang mit seinem Reden, sind enorm und sehr oft, sehr sehr hilfreich. Wie oft hat ER mich an wichtige Dinge erinnert, wie oft hat ER mich auf bestimmte Situationen aufmerksam gemacht – und all das schreib ich mir inzwischen auf, damit nichts vergessen wird. Versuch es mal – du wirst staunen, wie konkret Jesus an deinem Leben Anteil nimmt und wie gut sein Einfluss auf dich ist.

Wenn Jesus uns nicht zum Wichtigsten wird, dann kommt sehr schnell das gesamte Prioritäten-Ranking in unserem Leben durcheinander. Dann bekommen Nebensächlichkeiten zu viel Gewicht, Banalitäten mutieren zum massiven Problem, die Chance der kleinen Anfänge wird übersehen, gute Gelegenheiten für etwas Gutes bleiben gedankenlos ungenutzt – weil wir so beschäftigt sind mit …

Ich werde in meinem Innern diesen Eindruck einfach nicht mehr los – zur Zeit tobt ganz neu und sehr intensiv ein Kampf um unsere Prioritäten. Und den wollen wir gewinnen. Wir gehören nicht zu denen, die Jesus nur den Rest geben. IHM gehört das Beste! Wenn auch du diesen Kampf siegreich bestehen möchtest, dann entscheide dich noch heute, Jesus mit ganzem Herzen, ganzer Hingabe und ganzem Verstand zu lieben. Hast du das IHM heute schon gesagt? Seid dazu gesegnet – euer Jürgen