Herr, zeige uns den Vater!

Von Jürgen Fredrich | 25 April, 2017

Jesus war mit seinen Jüngern ca. drei Jahre lang gemeinsam unterwegs. Das waren für sie drei intensive, lebensverändernde und unvergessliche Lehrjahre beim Meister. In dieser Zeit hat Jesus seinen Jüngern u.a. auch viel von seinem Vater im Himmel erzählt – wie ER ist und denkt, was ER vorhat und was uns dort erwartet. Als Jesus dann eines Tages darüber redete, dass er bald zurück zum Vater gehen werde und was er selbst dort zu tun habe, brach regelrecht aus einem der Jünger diese Bitte heraus: „Herr, zeig uns den Vater!“ (Joh14.8) Es scheint, als sei es Jesus gelungen, ihnen seinen Vater so vor Augen zu malen und das Leben mit und bei IHM so schmackhaft zu machen, dass sie diesem Vater unbedingt selbst begegnen und IHN kennenlernen wollten. Im Sinne von: „Herr, zeig uns diesen Vater!“

Was die Jünger bis dahin nicht verstanden hatten, war, dass dieser unsichtbare Vater, seine Art und sein Wesen, sein Charakter und seine Autorität, für sie bereits durch Jesus sichtbar wurden. „Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen.“ (V.9) Jesus hat uns gezeigt, wer Gott und wie Gott ist.

Obwohl Jesus für seine Jünger sichtbar war, konnten sie in ihm den Vater dennoch nicht erkennen. Wir sind von Natur aus blind für die unsichtbaren Personen, Dinge und Welten. Dafür brauchen wir Menschen sehende Augen des Herzens. Nur mit diesen Augen des Herzens können wir den Vater sehen. Wer also Jesus darum bittet: zeige mir den Vater, bittet eigentlich um sehende Augen. Genau diese Bitte greift Paulus in seinem apostolischen Gebet für die Gemeinde in Ephesus auf: „…höre ich nicht auf, zu danken für euch, und gedenke euer in meinem Gebet, dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen. Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist und wie überschwänglich groß seine Kraft an uns ist, die wir glauben durch die Wirkung seiner mächtigen Stärke.“ (Eph1.16-19)

Paulus lässt uns wissen, dass nur der Geist des Vaters selbst, unsere geistliche Blindheit beseitigen kann. Nur der Geist des Vaters ist in der Lage, uns heute den Vater im Himmel so vor Augen zu malen, wie Jesus es damals bei seinen Jüngern tat. Nur der Geist des Vaters verwandelt und veredelt unser Sehen in Erkennen. Das biblische erkennen ist mehr als nur sehen. Erkennen meint, jemanden tief begegnen, eine Person berühren oder erfahren. Dieses erkennen zählt zu den tiefsten und intimsten Erfahrungen, die wir als Menschen genießen können.

Das wusste auch Philippus. Als er Jesus darum bat: zeige uns den Vater! ahnte er es nur: „wenn das geschieht, sind wir zufrieden, das genügt uns!“ (V.8) Aber er hatte recht. Der Schlüssel für eine echte, dauerhafte Zufriedenheit in unserem Leben ist eine Begegnung mit dem Vater im Himmel. Durch eine Berührung von seinem Geist, durch das Innewohnen seines Geistes in uns, entsteht in uns eine Zufriedenheit, wie sie durch nichts anderes in dieser Welt zustande kommt.

Weil ich uns allen diese Zufriedenheit von Herzen wünsche, möchte ich euch dazu ermutigen, diese Bitte an Jesus persönlich zu richten: Zeige mir den Vater! Und dann lade ich dich ganz herzlich dazu ein, am Vaterherz-Seminar mit Matthias und Karin Hoffmann im Mai teilzunehmen. Matthias hat eine besondere Begabung dafür, Menschen in neue Erfahrungen mit dem Vater im Himmel zu führen. Das wird dir und deiner Seele nur gut tun! Sei dabei. Diesen Vater musst du einfach kennenlernen / besser kennenlernen - das Beste, was dir passieren kann. Seid gesegnet mit neuen, tiefen Begegnungen mit dem einzigartigen, guten Vater im Himmel – euer Jürgen