Mittwochsmail

Von Jürgen Fredrich | 15 März, 2017

Und sie sprachen zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, wie er auf dem Weg zu uns redete und wie er uns die Schriften öffnete? Lk24.32

Liebe Nachfolger Jesu und Freunde der Immanuel-Gemeinde,

die beiden Männer, die diesen so markanten Satz einander zusprachen, waren wenige Stunden zuvor, noch zwei zutiefst frustrierte und enttäuschte Nachfolger von Jesus. Nach der Kreuzigung Jesu fielen sie emotional und gedanklich in ein ziemlich finsteres Loch der Resignation. Ihre Träume waren geplatzt, ihre Herzen zerbrochen und erkaltet. Das Kreuz Jesu machte einen fetten Strich durch all ihre hoffnungsvollen Pläne. Waren sie vor ein paar Monaten noch voller Träume, das Reich Gottes war zum Greifen nahe, konnten sie sich jetzt gar nichts mehr vorstellen – sie standen vor dem Nichts. Kommt uns doch irgendwie bekannt vor – oder? (lies am besten den ganzen Bericht in Lk24.13-35)

Die große Wende kam durch die persönliche Begegnung mit dem Auferstandenen. Den erkannten sie aber erst mal gar nicht. So blind kann uns Enttäuschung und Resignation machen. So blind sind erkaltete und erstarrte Herzen. Aber diese Begegnung und das Gespräch mit Jesus auf dem Weg nach Hause veränderte ihr Leben ein für allemal. Je länger Jesus ihnen im Alten Testament seine Mission und seinen Weg verständlich erklärte, umso stärker wurden ihre Herzen wieder erwärmt. Enttäuschung ist einer der Faktoren, der unsere Herzen sehr schnell erkalten lässt. Wie kalt ist dein Herz durch all die zurückliegenden Erfahrungen geworden? Jesus aber gelang es, ihre erkalteten Herzen wieder in brennende Herzen zu verwandeln. Das kann nur ER, der Auferstandene, unser Herr Jesus Christus – und ER kann es bis heute auch in unserem Leben wiederholen.

Anstatt sich zurückzuziehen und alles aufzugeben, setzten sich jetzt diese Männer in Bewegung – sie waren nicht mehr aufzuhalten. So wurden sie Teil der größten, stärksten und nachhaltigsten Bewegung überhaupt, die dieser Globus je erfahren hat: der christlichen Bewegung. Gemeinde Jesu ist eine Bewegung, oder sie ist nicht mehr Gemeinde Jesu! Ich weiß, dass Jesus auch durch uns in dieser Stadt und Region einiges bewegen möchte. Dazu brauchen wir zu allererst brennende Herzen. Wenn in unserem Leben alles ganz normal läuft, aber unsere Herzen nicht mehr für Jesus brennen, dann fehlt uns das Entscheidende. Jesus macht uns keine Vorwürfe, wenn dem so ist – ER klagt uns nicht an, aber ER will das ändern. ER will unsere Herzen ganz neu entzünden, ER will die Asche und den Staub alter (auch guter) Erfahrungen aus unserem Herzen blasen, und uns ein neues, eben brennendes Herz schenken. Nur Bewegte bewegen etwas in dieser Welt.

Ihr Lieben, lasst uns einfach ehrlich werden vor IHM und vor uns selbst – und uns wieder ganz neu nach einem brennenden Herzen ausstrecken. Brennende Herzen entstehen durch Begegnung mit Jesus. Nutzt deshalb jede Gelegenheit, um Jesus zu begegnen – in der Kleingruppe, oder in einem der beiden Gottesdienste mit Ekkehard Höfig am kommenden Wochenende – Samstag um 20h und Sonntag um 10h. Klar, nicht Ekkehard kann und wird unsere Herzen entfachen, deshalb suchen wir Jesus – zusammen mit Ekkehard. Aber wir suchen Jesus und wir rufen zu IHM, dass ER unsere Herzen wieder neu entflammt. Das jedenfalls ist mein Gebet – für mich und die Immanuel-Gemeinde. Die Zeit dafür ist mehr als reif. Meinst du nicht auch? Es wäre einfach großartig, wenn wir da ab heute in den nächsten Wochen geschlossen voran gehen und gemeinsam entschlossen die Begegnung mit Jesus suchen. Und eins verspreche ich euch in seinem Namen: ER lässt sich von uns finden! ER wird unsere Herzen neu entzünden. Gehst du mit? Ist dir damit ernst? Bin gespannt, auf eure gelebte Antwort – in Jesu Liebe