Er lebt

Von Jürgen Fredrich | 30 März, 2015

In diesen Tagen bereiten wir uns auf die Feier des größten und wichtigsten Ereignisses der Geschichte vor. An Karfreitag erinnern wir uns an den Tod Jesu für uns. Und an Ostern feiern wir seine Auferstehung von den Toten. Kein anderes Weltereignis kommt der Bedeutung und Tragweite von Ostern auch nur ansatzweise nahe.

Noch nie war mir die Verlorenheit unserer Welt so bewusst, wie in diesen Tagen. Hoffnungslos verloren – gäbe es da kein Osterfest! Die Botschaft von Ostern durchbricht alle Hoffnungslosigkeit und ersetzt jede tote Hoffnung mit einer lebendigen Hoffnung.

Unsere Botschaft an eine verlorene Welt – das gute Evangelium - ist ganz einfach – kurz und so was an glaubwürdig:

Gott wurde in Jesus Christus Mensch – einer von uns. Er lebte unter uns und zeigte uns Menschen, wie gut Gott ist. „Wer mich sieht, sieht den Vater!“ (Joh14.9) Jesus lebte ein schuldloses und fehlerfreies Leben. ER erfüllte an jedem Tag seines Lebens den Willen Gottes und lebte ein Leben, das Gott gefiel. Trotzdem wurde ER wie ein Verbrecher zum Tode verurteilt.

Jesus starb an einem römischen Kreuz. Das war nicht nur äußerst qualvoll, sondern bedeutete auch die größtmögliche Schande für einen Menschen. Die Todesstrafe wurde ganz real von den Römern vollstreckt. Es war aber nicht die Hinrichtung eines Verbrechers, sondern die Ermordung des Erlösers. Es war auch kein Scheintod, sondern ER war tatsächlich tot. ER ist für unsere Sünden gestorben. D.h. mit seinem Tod hat ER für uns alles aus dem Weg geräumt, ein für allemal alles beseitigt, was uns von Gott trennt.

Nachdem sein Tod am Kreuz festgestellt wurde, wurde ER tatsächlich begraben. „In der Nähe der Hinrichtungsstätte lag ein Garten. Dort gab es ein in den Fels gehauenes, noch nicht benutztes Grab. In dieses nahe gelegene Grab legten sie Jesus, denn sie hatten es eilig, weil bald der Sabbat begann.“ Joh19.41-42 Es ist wahr, Freunde legten seinen Leichnam in ein Grab.

Aber der Tod konnte ihn nicht festhalten. Nach drei Tagen musste der Tod ihn wieder freigeben. Das ist eine historische Tatsache: ER verließ das Grab, weil Gott IHN vom Tod befreite – und zwar für immer. ER lebt! „Doch Gott hat ihn aus den Schrecken des Todes befreit und wieder zum Leben auferweckt, denn der Tod konnte ihn nicht festhalten.“ (Apg2.24) Seine Auferstehung war auch keine Schein-Auferstehung, sondern eine ganz reale Auferstehung seines Leibes. „Der Engel sprach die Frauen an. »Habt keine Angst!«, sagte er. »Ich weiß, ihr sucht Jesus, der gekreuzigt wurde. Er ist nicht hier! Er ist von den Toten auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt und seht, wo sein Leichnam gelegen hat.“(Mt28.5f)

Das Evangelium besteht aus diesen 4 Wahrheiten, die ein Mensch glauben muss, um gerettet zu werden:

Gott wurde in Jesus Christus Mensch Jesus starb an einem römischen Kreuz ER wurde tatsächlich begraben der Tod konnte ihn nicht festhalten, nach drei Tagen wurde ER auferweckt. Das Kreuz ohne die Auferstehung würde nur an die große Niederlage eines Hochstaplers erinnern. Die Auferstehung ohne das Kreuz wäre das bedeutungslose Vermächtnis eines Schönredners. Aber das Kreuz und die Auferstehung Jesu besiegeln den größten Sieg der großartigsten Persönlichkeit aller Zeiten. Deshalb müssen wir auch von Beidem reden – vom Kreuz und von der Auferstehung Jesu.

In Ps96 finden wir die angemessene Reaktion derer, die das glauben und für wahr halten: „Singt dem Herrn ein neues Lied! Die ganze Erde singe dem Herrn! Singt dem Herrn und lobt seinen Namen. Verkündet täglich, dass er uns rettet. Erzählt den Völkern von seinen Taten und sagt allen, welche Wunder er tut! Denn der Herr ist groß und sehr zu loben! Mehr als allen anderen Göttern stehen ihm Lob und Ehre zu“ (V.1-4) Singt – lobt – verkündet – erzählt – macht bekannt und ehrt diesen Herrn – so antwortet der, der in seinem Herzen zutiefst weiß, dass Jesus lebt! Allein durch unseren Glauben kommen wir in die Verbindung mit Jesus. Durch unsere Verbindung mit IHM gewinnen wir Vergebung aller Schuld und ewiges Leben. Dann hat der Tod auch keine Macht mehr über uns, selbst dann nicht, wenn wir sterben. Denn auch wir werden wie Jesus von den Toten auferweckt werden und für immer mit IHM und bei IHM leben. ER lebt – deshalb werden auch wir leben! Lebst du schon mit IHM? Halleluja! Dann singe dem Herrn und lobe IHN! Und dann mache das Wunder von Ostern bekannt! Rede davon, was du Jesus verdankst und was du glaubst! Rede ganz einfach die Wahrheit über Ostern! Ich bin zutiefst davon überzeugt: wenn wir Seine Wunder (die uns in der Bibel berichtet werden und die wir erfahren haben) anderen Menschen bekannt machen, dann werden durch uns auch Wunder geschehen, die den Menschen die Augen für die Größe und Güte Gottes öffnen werden. Eins jedenfalls steht fest: unsere Welt braucht diese Botschaft: ER lebt!